Antwort auf: EEG 2.0 – Ideen aus München

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#760
Hermann Lorenz
Gast

Ich betreibe seit 1999 eine PV-Anlage mit Kosten deckender Vergütung sowie mehrere Anlagen mit Überschuss-Einspeisung und Speichersystemen.
Nach dieser Erfahrung komme ich zu dem Schluss: Dass ein Bürokratiemonster EEG mit eigener „Clearingstelle“ abgeschafft werden MUSS!

Ein EEG 2.0 muss wieder übersichtlich und langfristig planbar sein.
Möglichst auf wenigen Seiten und Paragrafen so wie das Ur-EEG aus dem Jahr 2000!!
Der „normale“ Bürger muss es wieder verstehen können. Eine „Clearingstelle“ ist unnötig und unsinnig!

Einfacher Vorschlag:
Da ja JEDE EEG-Anlage Strom d.h. kW / kWh produziert, sollte dieser auch einen fairen Marktpreis haben – egal wer ihn wie (PV, WInd, Wasser, …) und wo in welcher Menge produziert hat. So wie jedes andere Gut.

Als Orientierung könnte der Durchschnitts-Monatspreis der Vorjahres an der Börse sein, den der Netzbetreiber dem Einspeiser zahlt. Dazu evtl. ein Bonus, für nicht notwendige Übertragungsnetz-Ausbauten. Heute wären das ca. 4 cent (Börsendurchschnitt) + ca. 2 cent (??) „Netzbonus“. Summe 6 cent für den nicht lokal für Eigenverbrauch genutzte Solarstrom.
Die Preisfestlegung durch eine Kommission und dem Netzbetreiber erfolgen.

Vergleich:
Vor Jahren hatten wir Börsenstrompreise von 8 cent!
PV-Großanlagen werden heute mit 5 cent gebaut!
Solar-/Windstrom wird lfd. billiger!

Weiterhin stellen die vielen kleinen, dezentralen Anlagen den 60-80% igen Eigenverbrauch in den Mittelpunkt.
Im Preismix (ersparter Einkauf und Vergütung) ergibt das dann einen zufrieden stellenden Gesamtertrag aus der Anlage.

Wir müssen Gesetze und Verfahren machen, die möglichst unkompliziert, fair und verständlich sind. Nur so entwickeln wir Akzeptanz und Mut bei der Bevölkerung.

Merke: Eine gutes System ist so einfach wie möglich und nur so komplex wie unbedingt notwendig!

Viel Grüße
Hermann Lorenz